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Forchheim am Kaiserstuhl

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Forchheim am Kaiserstuhl

Forchheim stellt dank der zentralen Lage am nörlichen Kaiserstuhl einen optimalen Ausgangsort für Aktivitäten aller Art dar. Die ortsansässigen Restaurants und Wirtshäuser laden bei gut bürgerlicher Küche zum Geniessen ein. Die kleinste Gemeinde im Landkreis Emmendingen zählt lediglich 1250 Einwohner. Die Gemarkung mit .079 Hektar teilt sich in 710 Hektar Flur / Feld und 332 Hektar Wald.

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Die Kultur in Forchheim ist stark vom Vereinsleben geprägt. Nicht nur, dass die Vereinsgemeinschaft beim jährlichen Dorffest um die Mehrzweckhalle ihr kulinarisches Können zeigt. Auch bei Veranstaltungen, die von einzelnen Vereinen organisiert werden, kommt der Besucher voll auf seine Kosten. Vom Theaterevent, über Konzerte und Wohltätigkeitsveranstaltungen bis zu Sportveranstaltungen - die Palette ist groß. Ein ganz besonderes Highlight ist die Fasnacht, bei der die Kultur in Forchheim hautnah miterlebt werden kann.

Heimatmuseum Forchheim
Mit Unterstützung der Gemeinde konnte der Heimatverein im Rathaus ein Heimatmuseum aufbauen. Die Initiative kam von dem allzu früh verstorbenen jungen Mitbürger Kuno Gerber, der dazu ein eigenes Vermächtnis machte. Zu sehen sind Exponate aus den Bereichen Landwirschaft und Dorfgeschichte. Öffnungszeiten: nach Vereinbarung mit Andreas Gerber, Telefon 07642 - 3135.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung ist datiert vom 13. März 762 durch eine Schenkungsurkunde des Bischofs Eddo von Straßburg mit der er u.a. Forchheim dem Kloster Ettenheimmünster vermacht. „Demselben Kloster schenkten wir auch mit Einvernehmen des ruhmreichen Königs Pippin und der Brüder und unserer Brüder in der Diözese Güter zum Unterhalt derselben Mönche: Das, was wir von Herzog Ernst erhalten haben an den nachgenannten Orten in der Grafschaft Breisgau, nämlich das Gut (praedium) welches Ernst in einer Siedlung besaß, die Forchheim genannt wird."

„Vielleicht um die Mitte des 6. Jahrhunderts mag es gewesen sein, als ein fränkischer Sippenverband nördlich des Kaiserstuhls ein Stück Föhrenwald kultivierte und der neuen Siedlung den Namen gab, den sie heute noch trägt."
Die Endung '-heim' des Ortsnamens lässt in der Regel auf eine fränkische Siedlung schliessen. Die Vorsilbe leitet sich vom althochdeutschen 'forc(h)a' ab, was mit Föhre, lat. pinus, eine Kieferart, gleichzusetzen ist.

In unmittelbarer Nähe errichteten die Franken auf römischen Fundamenten einen Königshof - das heutige Riegel. Leider verschweigt uns das Eddo Testament, wie dieses Landgut in Forchheim beschaffen war und wer dort gearbeitet hat. Über die Siedlungsbedingungen und die Wirtschaftsweise erfahren wir erst genaueres aus dem Urbar, das das Kloster Ettenheimmünster 1331 angelegt hat.

Auf das Dorf Forchheim hatte aber nicht so sehr die Grundherrenschaft den alleinigen Einfluss, sondern eher die Ortsherrschaft. Der Ortsherr gebot über Zwing und Bann, ihm stand die Funktion des Richters zu. Seit der Frankenzeit war Forchheim der Zuständigkeit des Gaugrafen im Breisgau unterstellt. 1118 waren dies die Zähringer, 1218, nach deren Aussterben, die Grafen von Freiburg und 1350 erbte dies Clara, Schloss Lichteneck, die mit Gottfried II., Pfalzgraf von Tübingen, verheiratet war. Im 15. Jahrhundert unterstellten sich die Grafen von Tübingen der Landeshoheit von Vorderösterreich, somit fällt der Hof in Forchheim auch an diese Herrschaft. Eine Zwischeninstanz zwischen den bäuerlichen Untertanen und den vorderösterreichischen Landesherren lag fortan bei den Lichteneckern.

Als Beauftragter dieser Herrschaft und als Sprachrohr des Dorfes fungierte ein Vogt. Bereits 1571 ist als solcher ein Andreas Schwerzlin benannt. 1803 kam Forchheim zum Land Baden, bei dem Länderzusammenschluss zu Baden-Württemberg. Aus der Gemeindereform 1975 ging Forchheim als eine der wenigen kleinen heute noch selbstständigen Gemeinden hervor, da Forchheim zu den Gemeinden zählte, die in der Freiwilligkeitsphase ihre Verwaltung neu ordneten. Bereits 1970 schlossen die benachbarte Kleinstadt Endingen und Forchheim eine Verwaltungsgemeinschaft, die am Ende der Reform in den Verwaltungsverband Nördlicher Kaiserstuhl einmündete.

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